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Große Studie über Herausforderungen im Amateursport: Über 10.000 Sportler:innen geben Einblicke

Große Studie über Herausforderungen im Amateursport: Über 10.000 Sportler:innen geben Einblicke

In den letzten drei Jahren hatte auch der Amateursport keine einfache Zeit. Durch die Corona-Krise, Mitgliederrückgang und die Energiekrise mussten die Vereine sportartenübergreifend große Herausforderungen bewältigen. Deswegen haben FanQ, die Voting-Plattform im Sport, und SPM Sportplatz Media, mit der Teamorganisations-App SpielerPlus, eine Umfrage für Amateursportler:innen aus allen Sportarten auf die Beine gestellt, um die aktuelle Situation zu beleuchten. Insgesamt 10.542 Personen nahmen daran teil.

Gemeinsam haben es sich FanQ und SPM Sportplatz Media im Rahmen der groß angelegten Studie zur Aufgabe gemacht, die größten Probleme herauszuarbeiten und Lösungsansätze zu identifizieren. Wie hat sich die Bedeutung des Amateursports in den letzten Jahren verändert? Was sind die größten Herausforderungen für die Amateurvereine in Deutschland und von welchen Akteuren benötigen die Vereine besondere Unterstützung?

Die Konzeption der Fragen an die Sportler:innen erfolgte in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Axel Faix (Fachhochschule Dortmund, Fachbereich Wirtschaft) und Prof. Dr. Harald Lange (Institut für Sportwissenschaft der Universität Würzburg), die beide im Wissenschaftlichen Beirat von FanQ mitwirken.

Bedeutung des Amateursports, auch im Vergleich zum Profisport, gestiegen

Für die Amateursportler:innen spielt der sogenannte aktive Sport eine immer größere Rolle. Fast die Hälfte (45,8 %) der Befragten gibt an, dass die Bedeutung des Amateursports in den letzten beiden Jahren ihrer Meinung nach etwas (22,9 %) oder stark (22,9 %) gestiegen sei, für weitere 29,1 % ist sie in diesem Zeitraum immerhin gleichgeblieben. 40,6 % der Umfrageteilnehmer:innen vertreten in diesem Kontext sogar die Ansicht, dass sich die Bedeutung des Amateursports für sie im Vergleich zum Profisport in den letzten 24 Monaten etwas (25,5 %) oder stark (15,1 %) erhöht hat.

Als wichtigste Motivation zum Betreiben des Amateursports identifizieren die Amateursportler:innen dabei nicht die sportliche (75,6 %), sondern die soziale Komponente (86,6 %). Für etwas mehr als die Hälfte der Befragten (52,7 %) spielt auch die Gesundheit eine wichtige Rolle.

Zu geringes ehrenamtliches Engagement ist für Amateurvereine das größte Problem

Besonders hervor sticht in der Studie der Blick auf das Ehrenamt im Amateursport. Für 33,9 % der Teilnehmenden liegt hier die größte Herausforderung für Amateurvereine. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die finanziellen Probleme (24,0 %) und der Mitgliederrückgang (22,9 %). Gleichzeitig geben 38,5 % der Befragten an, dass die Zahl der Ehrenamtlichen in ihrem Amateurverein in den letzten beiden Jahren gesunken sei, nur 13,4 % berichten von einem Anstieg. Darüber hinaus bringen 72,2 % der Befragten zum Ausdruck, dass ihr Verein in der aktuellen Situation Unterstützung durch Ehrenamtliches Engagement benötigt.

Zudem sind 62,4 % der Befragten der Meinung, dass ihr Verein in der aktuellen Situation auf die Unterstützung von Sponsoren angewiesen sei. Des Weiteren gibt jeweils fast die Hälfte der Umfrageteilnehmer:innen an, dass in diesem Kontext auch die Hilfe der Kommunen (48,9 %) und Sportverbände (48,1 %) benötigt werde.

Insgesamt wird deutlich, dass sich die Amateurvereine im Moment verschiedensten Herausforderungen stellen müssen. Von einer existenziellen Krise im Amateursport kann dabei aber nicht gesprochen werden. Dies wird insbesondere dadurch deutlich, dass über die Hälfte (51,3 %) die gegenwärtige Lage ihres Vereins positiv (41,2 %) oder sogar sehr positiv (10,1 %) beurteilen, weitere 29,0 % sehen die aktuelle Situation immerhin neutral.

"Amateursport spielt weiterhin eine tragende Rolle in der Gesellschaft"

Das Gesamtfazit der Studie fasst Marcel Hager, Geschäftsführer und Gründer von SPM Sportplatz Media, so zusammen: „Der Amateursport hat sich, allen Krisen zum Trotz, in den letzten Jahren als sehr widerstandsfähig erwiesen und spielt weiterhin eine tragende Rolle in der Gesellschaft. Dennoch konnten wir mit unserer Studie aufzeigen, wo genau die Stellschrauben nachgezogen werden müssen. Insbesondere das Ehrenamt muss weiter gestärkt werden, um die Zukunft des aktiven Sports zu sichern.“

Die vollständigen Ergebnisse der Gesamt-Studie sind kostenfrei unter dem folgenden Link abrufbar. Gesonderte Studien zum Amateurfußball, Amateurhandball und Amateurvolleyball werden zum 18.08.2023 ebenfalls dort veröffentlicht: https://fanq.com/amateursport-in-der-krise-fanqxspielerplus/

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